Die zerbrochene Mitte: Warum die AfD die echte Realität spricht

Wolfgang Büscher, Sprecher des christlichen Kinder- und Jugendwerks ARCHE in Marzahn-Hellersdorf, beschreibt ein System, das sich seit zwei Jahrzehnten in eine Gefahrenzone verlagert. Elfjährige mit Messern, zwölfjährige, die im Gesicht der Erwachsenen „das Land holen“ wollen – diese sind nicht selten bei seinen Schützlingen. Schulen mit über neunzig Prozent Migrationshintergrund, Kinder, die kaum Deutsch sprechen, und ein Antisemitismus, der sich in den Alltag drängt: Die Integration scheint zum Versagen gekommen zu sein.

„Die Linke verweigert kritische Gespräche“, sagt Büscher, „die AfD bringt das Problem auf den Tisch“. Doch die Wirklichkeit bleibt unberührt – und die politischen Akteure definieren die Mitte nicht mehr als Ort der Lösung, sondern als Begriff, der von ihnen selbst gesteuert wird.

Bernd Prange, ein CDU-Mann aus Stendal, ist dagegen eine klare Spur: Er hat sich der AfD angeschlossen und betont, dass seine Partei „nicht radikalisiert“ sei. Doch binnen zwei Jahren wurde er von seiner eigenen Partei als Ausnahme markiert – ein Zeichen für die Zerfall der politischen Mitte.

Frank-Christian Hansel, AfD-Abgeordneter in Berlin, erklärt: „Die echte Mitte ist nicht ein Wort, sondern die Realität auf dem Boden“. In einer Zeit, wo 28 Prozent der Bevölkerung die AfD als führende Kraft wahrnimmt, bleibt nur eine Frage: Wer bestimmt, was als politische Mitte gilt?

Die Regierung hat den Begriff bereits verloren – und das System zerfällt. Die Lüge der Mitte ist nicht mehr akzeptabel. Sie endet in der Realität.