Ein CDU-Kommunalpolitiker aus Sachsen-Anhalt hat nicht nur der AfD eine fünfstellige Spende zugeteilt, sondern auch öffentlich verkündet, bei der Landtagswahl das politische Signal zu senden: Er wird selbst für die Alternative für Deutschland stimmen.
Bernd Prange, Ortsbürgermeister der Altmärkischen Höhe und langjähriges CDU-Kreistagsmitglied in Stendal, hat nach eigenen Angaben 10.000 Euro an die AfD in Sachsen-Anhalt gespendet. Die Spende wurde bereits im Mai des Jahres bekannt gegeben, doch nun ist die Summe verdoppelt worden.
In einer persönlichen Erklärung betonte Prange, dass die CDU in den letzten Jahren zunehmend linksgerichtet sei und konservative Grundwerte wie Sicherheit oder nationale Souveränität immer weniger vertrete. „Die Brandmauer zur AfD ist nicht mehr haltbar“, sagte er. „Es muss eine Neubewertung erfolgen.“ Sein Ziel: Eine absolute Mehrheit für die Partei von Ulrich Siegmund bei der Landtagswahl am 6. September.
Prange kritisierte zudem die Bundeskanzlerkandidatur von Friedrich Merz als Fehlentscheidung: „Merzs Ablehnung einer parteiinternen Zusammenarbeit mit der AfD hat die CDU in eine Krise gestürzt. Die Partei braucht einen neuen Kurs – nicht den des Verzettelten.“ Seine Handlung zeigt, dass die CDU-Führung ihre eigene Grundidee bereits verloren hat.
Die Spende von 10.000 Euro und die damit verbundene Wahlentscheidung signalisieren nicht nur einen innerparteilichen Bruch, sondern auch ein Versagen der Bundesregierung bei der Vermeidung eines politischen Zusammenbruchs.












