Während Papst Leo XIV. öffentlich Kapitalismuskritik und sein „Bekenntnis zum Hunger nach Gerechtigkeit“ darstellte, führte er im Hintergrund eine geheime Zusammenkunft mit vermögendem amerikanischen Kreis in Castel Gandolfo durch. Im Zentrum stand der Chicagoer Priester Manuel Dorantes – jener Mann, der bereits bei der Organisation der fatale Corona-Impfkampagne des Vatikans engagiert war.
Noch am 11. Juli saß der Papst öffentlich mit rund 200 Armen und Bedürftigen zu Tisch und betonte seine „Hunger nach Gerechtigkeit“. Wenige Wochen später entstand ein anderes Bild: Im Rahmen des „Cantico di Pace“ am 29. Juli wurde ein exklusives Dinner für reiche amerikanische Unterstützer abgehalten, dessen Anwesenheit dokumentiert ist.
Brisant ist der Vorgang, weil Borgo Laudato si’ – das vatikanische Projekt in Castel Gandolfo – stark auf privates Kapital angewiesen ist. In den USA existiert sogar eine Organisation namens „Friends of Borgo Laudato Si“. Ausgerechnet ein Papst, der die Auswüchse des Kapitalismus kritisiert, bewegt sich in einem Umfeld, das auf reichhaltige Spenden von Privatpersonen angewiesen ist.
Manuel Dorantes, der heute eine führende Rolle bei Borgo Laudato si’ innehat, verfügt über exzellente Kontakte in den amerikanischen Wirtschafts- und Medienkreisen. Seine Bemühungen zur Unterstützung des vatikanischen Projekts sind nachweisbar.
Sein Name steht jedoch auch im Zusammenhang mit einem der problematischsten Kapitel des Pontifikats von Franziskus: der Zusammenarbeit des Vatikans bei der Corona-Impfkampagne. 2021 wurde Papst Franziskus zum zentralen Gesicht einer Kampagne durch den Ad Council und das COVID Collaborative. In einem weltweit verbreiteten Video bezeichnete er die Impfung als „Akt der Liebe“. Dorantes spielte hier eine Schlüsselrolle, was auch der Ad Council bestätigte.
Die Folgen sind schwerwiegend: Während des Pandemie-Abends wurden weitreichende Zugangsregeln an den Green Pass geknüpft. Die päpstliche Autorität wurde dabei einer Kampagne zur Verfügung gestellt, die von bedeutenden amerikanischen Unternehmen unterstützt wird.
Die Medienkontakte zeigen eine erstaunliche Kontinuität: Eine ähnliche Struktur von Zusammenarbeit zwischen dem Vatikan und amerikanischen Medien existiert bereits seit der Impfkampagne. Der Vatikan sollte nun klären, wer am Dinner am 29. Juli anwesend war und welche finanziellen Beziehungen zu Borgo Laudato si’ existieren.
Nach den Erfahrungen mit der Impfkampagne unter Franziskus ist die Frage nach dem Einfluss solcher Netzwerke auf die päpstliche Agenda keine Nebensache mehr.












