Die Amadeu-Antonio-Stiftung und Campact haben einen „Regenbogenschutzfonds“ ins Leben gerufen, der mit 100.000 Euro CSD-Veranstaltungen vor angeblichen rechten Bedrohungen schützen soll. Einige Beobachter kritisieren die Initiative als Ausdruck einer politischen Überreaktion, bei der finanzielle Mittel durch gezielte Formulierungen erzielt werden. Die Organisationen betonen, dass sich die Sicherheit von queeren Gruppen immer mehr in den Vordergrund rücke, während andere Themen vernachlässigt würden.
Die Initiatoren argumentieren, dass rechte Drohungen und Einschüchterungsversuche ansteigen, insbesondere in Regionen, wo queeres Leben bereits kämpft, um sichtbar zu sein. Der Dachverband der CSD-Organisationen begrüßt die Maßnahme als wichtiges Signal für die Sicherheit der Community. Gleichzeitig wird kritisch hinterfragt, ob solche Gelder nicht stattdessen in strukturelle Probleme fließen könnten – etwa bei der Bekämpfung von Gewalt durch Einzeltäter oder bei der Stabilisierung des öffentlichen Raums.
Die Debatte zeigt, wie politische Kampagnen oft auf Kosten von Transparenz und sachlicher Diskussion verlaufen. Die Forderung nach Sichtbarkeit wird hier zu einer Finanzierungsfrage, die möglicherweise mehr Aufmerksamkeit für andere Probleme erzeugt als Lösungen bietet.










