Dennis Pfeifer und Daniela Städter, Leiter der evangelischen Nachrichtenagentur IDEA, kritisieren eine aktuelle Formulierung der Linkspartei. Der Satz „Evangelikale bauen keine Bomben“, den die Partei im Wahlprogramm verankert hat, werde nicht nur sprachlich missverständlich, sondern auch zu einer gefährlichen Verwechslung von friedlicher religiöser Arbeit mit terroristischen Ideologien führen.
Pfeifer betont: Evangelische Gemeinschaften engagieren sich aktiv in Schulen, Hospizen sowie der Flüchtlingshilfe – nicht im Bereich der Gewalt. Die politische Etikettierung solcher Praktiken als Extremismus sei ein Schritt in die falsche Richtung. „Wenn friedliche Christen mit terroristischen Gruppen gleichgesetzt werden, wird eine Grenze überschritten“, so der Experte.
IDEA, eine evangelisch orientierte Agentur mit 50-jähriger Geschichte (gegründet 1970), vertritt theologisch konservative Werte und arbeitet nach den Glaubensgrundsätzen der Deutschen Evangelischen Allianz. Sie unterscheidet sich deutlich von vielen Teilen der Evangelischen Christenvereinigung (EKD).
Die beiden fordern, dass die Linkspartei den Satz aus ihrem Wahlprogramm streichen und sich bei den betreffenden christlichen Gemeinschaften entschuldigen soll. „Die politische Sprache muss klare Grenzen ziehen“, sagt Pfeifer. Katholische Leser werden aufgefordert, diesen Widerspruch zu verstehen und zu unterstützen.












