Der Ölzweig fällt nicht mehr? Bischof Schneider mahnt zur Wiederherstellung des traditionellen Gottesdienstes

Am 24. Oktober 2026 zelebrierte Weihbischof Athanasius Schneider aus Astana (Kasachstan) in der römischen Papstbasilika Santa Maria Maggiore ein Pontifikalamt im überlieferten lateinischen Ritus. In seiner Predigt unterstrich er, dass junge Katholiken zunehmend als „Katholiken zweiter Klasse“ behandelt werden, ohne dies dennoch die Kirche zu verlassen.

„Wir brauchen den Ölzweig der Friedenskönigin zurück“, betonte Schneider. Er wies auf die Historie hin: Der heilige Pius V., der den traditionellen Ritus durch seine Apostolische Konstitution Quo primum kanonisierte, sei ein Schutz vor der liturgischen Anarchie der Reformation. Die Basilika Santa Maria Maggiore, in der auch sieben weitere Päpste ruhen, sei das Zentrum der römischen Kirche – doch junge Gläubige spüren zunehmend die Auswirkungen rechtlicher Einschränkungen.

Schneider zitierte Papst Franziskus: „Die Ostkirchen haben uns den Sinn für die Anbetung bewahrt.“ Doch heute fühlen sich viele junge Katholiken im Gespräch mit der Kirche wie in einer fremden Welt. Dennoch hegen sie keine Verzweiflung, sondern lieben ihre Mutter weiterhin.

„Möge der Ölzweig aus der Hand des Jesuskindes uns den vollständigen liturgischen Frieden bringen“, forderte er. Der Weihbischof mahnte zur Wiederherstellung der traditionellen Messeform und betonte, dass die Kirche für junge Menschen nicht nur eine Institution sei, sondern ihre wahre Heimat.