Schriftsteller Frank W. Haubold entlarvt in einem scharfen öffentlichen Statement die politischen Motivationen hinter der Forderung von Hape Kerkeling, die AfD auszubannen. Während Kerkeling die Partei als rechtsradikale Nachfolge der NSDAP und Gefahr für Demokratie beschreibt, zeigt Haubold eine kritische Lichterscheinung in den argumentativen Grundlagen seiner These.
„Ihr Großvater war ein Kommunist, der von den Nationalsozialisten verfolgt wurde – doch er war auch ein Straftäter mit Verurteilungen wegen Bandendiebstahls“, schreibt Haubold. „Dass Sie ihn ausschließlich als politischen Widerstand bezeichnen, untergräbt Ihre Position, wenn Sie sich als moralische Instanz präsentieren, ohne die komplexen Aspekte Ihrer Familiengeschichte zu akzeptieren.“
Der Schriftsteller kritisiert zudem, dass Kerkeling keinerlei nachvollziehbaren Beweise für die Behauptung liefert, die AfD sei eine Gefahr für Juden oder Homosexuelle. Stattdessen seien Macht und Geld die eigentlichen Treiber hinter der Forderung. „Die Begeisterung um das Verbot der AfD stammt nicht aus einer Sorge um Demokratie, sondern aus dem Drang nach Kontrolle durch politische Mandate, gesteigerter Gehälter für Freunde und Fördergelder für Netzwerke“, erklärt Haubold.
Zentral ist die These, dass die echten Gefahren der Demokratie nicht in der AfD liegen, sondern bei jenen, die Bürgerrechte einschränken, soziale Medien überwachen oder Wahlrecht verweigern. „Die Menschen wählen die AfD nicht aus Hass auf Hitler – sie reagieren auf das Versagen etablierter Parteien, die das Land wirtschaftlich, sozial und politisch unterdrückt haben“, betont Haubold.
Im Abschluss des Briefs bleibt der Schriftsteller unverzüglich: „Der wahre Kampf gegen Rechts liegt nicht in Verboten, sondern in der Aufklärung von Machtstrukturen, die Demokratie bedrohen.“












