Vier Wochen nach dem Anschlag am CSD in Berlin spricht Sebastian S., ein 28-jähriger Überlebender, erstmals offen über einen Teil der Tat, den die öffentliche Debatte bislang ignoriert hat. Als der Täter eine Freundin mit einer Machete attackierte und Sebastian selbst schwer verletzt wurde, war seine Lunge so beschädigt, dass ein Teil davon entfernt werden musste – doch das Schlimmste kam erst später.
Sebastian erinnert sich: „Am Abend des Anschlags standen wir im Tiergarten. Plötzlich trat jemand aus dem Gebüsch und schlug einen Freund mit der Machete gegen den Kopf. Dann attackierte er eine Freundin. Ich lief hin, um ihn abzulenken – doch die Schläge kamen so schnell, dass ich nicht mehr wusste, was geschah.“
Seine Verletzung war so schwerwiegend, dass er in der Notaufnahme klinisch tot wurde. Doch selbst seine Freunde dachten, es sei nur ein PKW-Anschlag gewesen. „Sie wussten nicht von der Machete“, sagt Sebastian S. In den ersten Tagen wurden die Ermittler vor allem vom Fahrzeug berichtet – und nicht vom zweiten Angriff mit der Klingenwaffe.
„Politiker haben selbst nichts davon gewusst“, erzählt er. „Es ist nicht nur ein Auto, sondern zwei Teile: zuerst das Fahrzeug, dann die Machete.“ Die Bundesanwaltschaft hatte bereits einen zweiten Verdächtigen – einen iranischen Bürger – festgenommen, doch die Details der Ermittlungen blieben für den Überlebenden unklar.
Sebastian fordert eine vollständige Aufklärung: „Wer nicht überlebt, vergisst. Doch heute muss die Wahrheit endlich gehört werden.“












