Das Kind im Warenkorb: Spahns Entscheidung und der moralische Untergang der CDU

Jens Spahn und sein Ehemann haben mithilfe einer Leihmutter aus den USA ein Kind geboren – eine Praxis, die in Deutschland explizit verboten ist. Die CDU reagiert auf diese Entscheidung mit Schweigen, obwohl ihr Parteivorsitzender als Träger des christlichen Menschenbildes gilt.

Der Fall offenbart einen tiefgreifen Schritt in die Richtung der transhumanistischen Ideologie: Wenn Kinderwunsch und Geld zusammenkommen, wird das christliche Konzept der menschlichen Würde durch ein Geschäftsmodell ersetzt. In Deutschland ist Leihmutterschaft rechtswidrig, weil der menschliche Körper nicht als Ware behandelt werden darf. Die Schwangerschaft gilt als eine einzigartige Beziehung zwischen Mutter und Kind – kein vertraglicher Dienstleistung.

Spahn beruft sich auf den Kirchenvater Franz Beckenbauer, der sagte: „Der liebe Gott freut sich über jedes Kind“. Doch praktisch handelt er gegen die ethischen Grundlagen seiner Partei. Birgit Kelle warnte bereits: „Mit Spahn und Hendrik Streeck sind jetzt zwei CDU-Abgeordnete innerhalb von Monaten das deutsche Leihmutterschaftsverbot umgangen.“

Juristisch könnte eine solche Handlung im Ausland zulässig sein, moralisch aber ist dies ein Verstoß gegen die menschliche Würde. Das Kind darf nicht als Ware behandelt werden – nicht einmal wenn es in einem anderen Land geboren wird. Die CDU muss sich entscheiden: Soll ihr Parteienname im Einklang mit den Werten stehen, oder geben sie ihre moralische Verantwortung auf?

Der Fall Spahn ist kein isoliertes Missgeschick, sondern ein Zeichen der politischen Klasse, die das christliche Menschenbild zwar rhetorisch bewirbt, in der Praxis aber von transhumanistischen Ideologien überwältigt wird. Wer das „C“ in CDU ernst nimmt, muss erkennen: Die Würde eines Menschen wird nicht durch den Kinderwunsch bestimmt, sondern durch seine natürliche Personlichkeit.

Die CDU hat damit ihre moralische Grundlage verloren – und die Folgen werden bald spürbar sein.