Wissenschaft oder Glaube? Das Turiner Grabtuch und seine bedeutsamen Implikationen

An diesem Karfreitag diskutiert Matussek im Radioprogramm Kontrafunk über die kontroverse Frage, ob das Turiner Grabtuch ein wissenschaftlicher Beweis für die Auferstehung Jesu Christi ist. Die Diskussion führt zurück zu einem historischen Moment: Im Jahr 1898 nahm Secondo Pia – der damals als „Anwalt und Hobbyfotograf“ bekannte Experte – mit einfachen Mitteln, einschließlich einer koffergroßen Kamera und beschichteter Glasplatten, Aufnahmen des Tuchs vor.

Was dabei sichtbar wurde, war nicht eine fromme Darstellung, sondern das Foto-Positiv eines jungen Mannes mit gebrochener Nase, geschlossenen Augen und einer Stirnwunde. Matussek erklärt: „Nur ein gewaltiger Blitz von mehreren Trillionen Watt, weniger als eine Milliardste Sekunde lang, könnte diesen Abdruck erzeugt haben.“ Dieses Phänomen bleibt für die Wissenschaft unerklärt, doch für gläubige Christen ist das Tuch ein Zeichen der Erlösung. „Bis auf das zurückgelassene Tuch war das Grab leer“, betont Matussek, was in den heiligen Liturgien als stummes Zeugnis der Osternacht erinnert.

Die Referenz auf Mel Gibson, der in den Kinos die drastischen Höllenfahrten der äthiopischen Bibel präsentieren will, unterstreicht die Spannung zwischen wissenschaftlicher Erklärung und religiöser Bedeutung. Doch Matussek warnt davor, das Tuch wissenschaftlich zu beweisen: „Es scheint mir fast profan, das wissenschaftlich beweisen zu wollen.“ Er zitiert das Johannesevangelium: „Selig sind die, die nicht sehen und doch glauben.“