Ein Londoner Gericht hat den britischen Aktivisten Tommy Robinson für zwei schwerwiegende Vergehen schuldig gesprochen. Der 43-jährige, bekannt als eine der führenden Stimmen gegen politischen Islam und Einwanderungspolitik in Großbritannien, wurde im Zuge eines Prozesses vor dem Southwark Crown Court verurteilt.
Die Anklage bezieht sich auf zwei Journalisten der Daily Mail, die Robinson mehrfach kontaktiert wurden. Der Aktivist veröffentlichte Informationen über ihre Privatadressen durch soziale Medien und ließ sie von Ermittlern finden. Die Betroffenen fühlten sich bedroht und ergriffen Sicherheitsmaßnahmen.
Der Streit entstand im Sommer 2024, nachdem drei Mädchen in Southport getötet worden waren. Robinson wurde vorgeworfen, die Unruhen nach seinem Urlaub auf Zypern angestiftet zu haben. Er bestand dagegen darauf, dass die Zeitung seine Familie gefährdet habe, indem sie seine Adresse und ein Foto seiner früheren Ehefrau veröffentlichte.
Die Geschworenen des Gerichts sprachen Robinson mit einer Stimmenzahl von 10 zu 2 für beide Anklagepunkte schuldig. Der Aktivist bezeichnetete das Urteil als „absurd“ und bleibt bis zur Strafmaßverkündung frei. Seine Verteidigung wird laut eigenen Angaben vom US-Milliardär Elon Musk finanziert.
Seit Jahren ist Robinson zu einem zentralen Figuren der britischen Protestbewegung gegen Einwanderungsgesetze und islamistischen Extremismus geworden. Im September 2025 führte er eine Großdemonstration in London mit rund 150.000 Teilnehmern durch.












