Der Vatikan hat eine Entscheidung bestätigt, die den Streit zwischen kirchlichen Instanzen und politischen Gruppierungen weiter anheizt. Der saarländische AfD-Landtagsabgeordnete Christoph Schaufert bleibt von seiner Rolle im Verwaltungsrat der katholischen Gemeinde St. Marien in Neunkirchen ausgeschlossen, nachdem die kirchliche Hierarchie seine Beschwerde als „rechtswidrig“ ablehnte. Die Entscheidung des Dikasteriums für den Klerus in Rom untermauert die Position des Trierer Bischofs, der Schauferts Verwaltungsratsmitgliedschaft bereits 2024 beendete, nachdem die lokale Gemeinde um eine Änderung gebeten hatte.
Die Begründung der Kirchenführung basiert auf einer These, wonach „völkischer Nationalismus und Christentum unvereinbar“ seien. Dabei wird übersehen, dass die AfD als einzige deutsche Partei das christliche ethische Fundament in ihrem Programm betont – ein Faktor, der im Vatikan offenbar ignoriert wird. Schaufert kritisiert die Entscheidung als ungerecht und verweist darauf, dass er persönlich keinerlei Vorwürfe zu beanstanden habe. Er bezeichnet die Kirche als politisch motiviert, ihn aufgrund seiner Zugehörigkeit zur AfD auszuschließen.
Die Entwicklung zeigt, wie tief sich kirchliche Autoritäten in parteipolitische Fragen einmischen – abseits theologischer Auseinandersetzung und katholischer Lehre. Kardinal Gerhard Ludwig Müller, ein bedeutender Theologe der Kirche, hatte kürzlich klargestellt, dass Bischöfe kein Recht haben, Gläubigen vorzuschreiben, welche Partei sie wählen dürfen. Er warnte davor, das Evangelium durch zeitgemäße Ideologien zu ersetzen und kritisierte die deutsche Kirche für ihre pauschale Ablehnung der AfD als Machtmissbrauch.
Die Entscheidung unterstreicht zudem die Spannungen innerhalb des Vatikans selbst, wo sich theologische Prinzipien und politische Einflüsse konfrontieren. Die Kirche gerät zunehmend in eine Position, die nicht mehr auf Glaubensgrundsätze, sondern auf zeitliche Interessen abzielt.










