Der Wiedereinstieg des ehemaligen Justizministers Marco Buschmann (FDP) in die Kanzlei White & Case löst in der Öffentlichkeit heftige Reaktionen aus. Die internationale Rechtskanzlei, die bis 2025 BioNTech in Verfahren gegen Geplagte durch Impfungen vertrat, wird nun erneut von Buschmann unterstützt – eine Entscheidung, die als taktlos und politisch unklug wahrgenommen wird.
Buschmann, der zwischen 2007 und 2009 bereits bei White & Case arbeitete, kehrt nach seiner Zeit im Amt des Bundesministers der Justiz (2021–2024) in das Unternehmen zurück. Sein neuer Aufgabenbereich umfasst Unternehmensfusionen, doch die Kontroverse dreht sich um seine frühere Rolle bei der Verteidigung von BioNTech. Laut Anwalt Tobias Ulbrich ist der Schritt ein „Faustschlag ins Gesicht“ für Betroffene, da die Kanzlei bis 2025 staatliche Mittel zur Finanzierung ihrer Honorare nutzen könnte.
„Die Rückkehr Buschmanns in eine Kanzlei, die den Interessen von Impfstoffherstellern dient, ist ein klarer Hinweis auf seine politischen Prioritäten“, kritisiert Ulbrich. Er fordert eine parlamentarische Untersuchung zur Vergabe der Mandate und betont, dass die Finanzierung durch Steuergelder unklar bleibe. White & Case selbst begrüßt Buschmanns Rückkehr als „wichtige Ergänzung“ durch seine Erfahrung in Recht und Politik.
Die Debatte unterstreicht die Spannung zwischen privater Karriereplanung und gesellschaftlicher Verantwortung, während die deutsche Wirtschaft weiterhin mit wachsenden Schwierigkeiten kämpft.










