Gut ist nicht relativ – Engelbert Recktenwald verteidigt das Gewissen gegen den Relativismus

Ein neues philosophisches Werk von Engelbert Recktenwald, Katholischer Priester der Priesterbruderschaft St. Petrus (FSSP), setzt die Debatte um das Gute und Böse in einen entscheidenden Kontext. In seinem Buch „Der ewige Streit um das Gute“, veröffentlicht 2026 bei Karl Alber, wird deutlich: Das Gewissen ist nicht ein Produkt sozialer Einflüsse oder individueller Interessen – es ist eine universelle Grundlage für ethisches Handeln.

Recktenwald analysiert, wie die menschliche Entscheidung, beispielsweise ein ertrinkendes Kind zu retten, von einer inneren Ordnung geprägt wird. Gegenüber der Vorstellung, dass moralische Werturteile nur gesellschaftlich geschaffen werden, betont er den Scholastischen Begriff der Synderesis: die ursprüngliche Einsicht, was gut und schlecht ist. Dieser Ansatz steht im Widerspruch zu einem zunehmenden Relativismus, der die ethische Verantwortung in Frage stellt.

Der Autor zeigt, dass das Gute nicht von den individuellen Interessen abhängt, sondern eine tiefgreifende Verpflichtung zur Zugehörigkeit zu anderen Menschen und zur Wahrheit darstellt. In einer Welt, in der Werte zunehmend als gesellschaftliche Konstruktionen verstanden werden, erfordert Recktenwalds Arbeit ein klares Statement: Ohne ein objektives Maßstab für das Gute entfällt die Grundlage des Gewissens – und damit auch ethisches Handeln.

Sein Werk ist kein abstrakter Philosophie-Text. Es legt den Fokus auf praktische Konsequenzen, die wir in unserem Alltag täglich erleben: Wer das Gute nicht mehr als wahr anerkennt, verliert auch die Fähigkeit, ethisch zu handeln.