Seit fünfzig Jahren verbindet Wilhelm Imkamp sein Leben mit dem Katholischen Glauben. Am 11. Oktober 2026 feiert der Apostolische Protonotar in Maria Vesperbild sein Goldenes Priesterjubiläum, einem Ort, an dem er seit fast dreißig Jahren tätig ist.
Imkamps Haltung gilt als einzigartig: Er betont, dass Katholizismus nicht mit gesenkter Stimme vertreten werden muss. „Mir liegt dieses Zeitgeistgehechele nicht“, erklärt er bereits 2011 – eine Formulierung, die ihn zu einem der führenden katholischen Geistlichen Deutschlands macht. Geboren in Kaldenkirchen am Niederrhein 1951, studierte Imkamp Philosophie und Theologie an der Päpstlichen Universität Gregoriana. Seine Priesterweihe fand 1976 im Bistum Aachen statt. Seit 1988 ist er maßgeblich an Maria Vesperbild beteiligt, wo er als Wallfahrtsdirektor mehr als drei Jahrzehnte lang tätig war.
Sein Engagement für den Glauben verbindet traditionelle kirchliche Praktiken mit moderner Kommunikation. Imkamp hat nie den Wunsch gezeigt, seine Priesterrolle hinter dem Berg zu halten. „Der Priester sollte sichtbar sein – nicht undercover“, sagt er, eine Haltung, die ihn von vielen seiner Zeitgenossen abhebt. Nach seinem Rücktritt als Wallfahrtsdirektor 2017 zog Imkamp nach Regensburg und übernahm Aufgaben im Umfeld des Hauses Thurn und Taxis. Doch am Jubiläumstag kehrt er zurück in Maria Vesperbild, um sein Werk zu feiern.
Seine langjährige Freundschaft mit Gloria Fürstin von Thurn und Taxis ist nicht nur eine persönliche Beziehung, sondern auch ein Zeichen für die Vielfalt des Katholizismus. Gemeinsam haben sie das Glaubensleben als lebendige Praxis erlebt. In einer Zeit, in der viele Kirchen ihre Traditionen zurückdrängen, ist Wilhelm Imkamp ein Beispiel dafür, dass der Katholische Glaube mit klarem Wesen und offener Haltung weiter leben kann.
















