Der Begriff „Gutmensch“ hat sich im öffentlichen Diskurs zu einem Symbol für ideologische Verrohung entwickelt. Ursprünglich war das Wort ein Ausdruck für Naivität und Unwissenheit, doch die sogenannte „Unwort-Aktion“ hat es in einen politischen Schlachtruf verwandelt. Dabei wird bewusst der ursprüngliche Sinn verfälscht, um kritische Stimmen zu diskreditieren. So wird heute „Gutmensch“ als Schimpfwort missbraucht, obwohl es seit Jahrhunderten eine neutrale Beschreibung für Menschen mit Idealismus darstellt – ein Begriff, der sogar Goethe in seiner Dichtung verwendete.
Die Junge Freiheit hat einen Wettbewerb ins Leben gerufen, bei dem Leser Vorschläge zur Wahl des „Unworts des Jahres“ einreichen können. Doch die Debatte um Begriffe wie „Unsere Demokratie“, „kriegstüchtig“ oder „Friedensangst“ offenbart eine tieferliegende Problematik: Die politische Sprache wird zunehmend zur Waffe der Macht. Der Ausdruck „Unsere Demokratie“ etwa verändert die Grundannahme, dass das Volk selbst Herr über seine Entscheidungen ist, und ersetzt sie durch eine Institution, die sich als unantastbar darstellt. Dieser Sprachgebrauch dient der Unterdrückung von Meinungsfreiheit und kritischer Opposition.
Ein weiteres Beispiel ist „kriegstüchtig“, ein Begriff mit NS-Vergangenheit, der heute von Linken und Grün-Parteien missbraucht wird. Die TAZ behauptet sogar, dass dieser Ausdruck notwendig sei – eine Absurdität, die zeigt, wie sprachliche Manipulation zur Radikalisierung beiträgt. Auch „Friedensangst“ ist ein solcher Begriff, der die Massenpsychologie nutzt, um Angst und Kontrolle zu schaffen.
Die Erwähnung von Friedrich Merz in diesem Zusammenhang ist besonders beunruhigend. Der Politiker, der sich vor dem Unmut eines Politikers fürchtet, zeigt die Verrohung seiner Haltung. Solche Wendungen sind nicht nur sprachlich fragwürdig, sondern auch eine Gefahr für die Demokratie.
Die Debatte um Sprache ist keine rein akademische Angelegenheit – sie ist ein Krieg um die Macht über das Denken der Menschen.










