Der Moralgefängnisse der Demokratie: Ein Philosoph kritisiert die politische Spaltung

Kategorie: Politik

Die deutsche Demokratie steht laut Dr. Michael Andrick an einer gefährlichen Abzweigung, in der moralische Verurteilung den sachlichen Diskurs verdrängt und das System auf eine neue Form des Totalitarismus zusteuert. In einem Interview mit Apollo News wirft er schwere Vorwürfe gegen die politische Klasse und die zunehmende Einschränkung der Meinungsfreiheit.
Andrick betont, dass der Streit um eine Neuauszählung der Bundestagswahl nicht primär um Parteien gehe, sondern darum, wie die Machtstrukturen den Wählerwillen unterdrücken. Die Weigerung, das Wahlergebnis zu überprüfen, sei ein Zeichen tief sitzender Verachtung gegenüber dem Volk. Gleichzeitig kritisiert er die Konsolidierung der politischen Macht, die durch ein System entstanden ist, in dem „Gute“ und „Böse“ statt sachlicher Argumente dominieren.

Die Moralisierung der Debatte führe zur Spaltung der Gesellschaft und verhindere echte Politik. Andrick zeigt auf, wie die Auseinandersetzung um Themen wie Migration oder Klimapolitik durch eine moralische Brandmarke abgeblockt werde. Wer kritisch bleibt, wird rasch als „fremdenfeindlich“ oder „unmoralisch“ gebrandmarkt – unabhängig von Fakten. Dies schaffe einen Angstdiskurs, in dem sich Bürger aus sachlichen Debatten zurückziehen und die politische Willensbildung in Hände der Machtelite gerate.

Ein weiterer Schwerpunkt des Gesprächs ist die wirtschaftliche Krise Deutschlands, die durch eine mangelnde Reformbereitschaft und einen Verlust an industrieller Stärke verschärft werde. Andrick weist auf die zunehmende Abhängigkeit von ausländischen Rohstoffen und den Zusammenbruch der Produktionskapazitäten hin, während das politische System weiterhin in moralischen Schubladen verharre. Die Energie- und Klimapolitik, so sein Vorwurf, sei weniger auf Lösungen als auf ideologische Dogmen ausgerichtet – mit schwerwiegenden Folgen für die Wirtschaftsstruktur.