Papst Leo XIV. hat den niederländischen Erzbischof Hubertus Maria van Megen zum neuen Apostolischen Nuntius der Bundesrepublik Deutschland ernannt, um die zentrale diplomatische Verbindung zwischen Vatikan und deutschen kirchlichen Institutionen zu stabilisieren. Der 63-jährige Mann folgt auf Nikola Eterović, der bereits mehrere Jahre im Amt war.
Van Megen, der vorher als Vatikanbotschafter in Sudan und Kenia tätig war, verfügt über eine langjährige Erfahrung in internationalen Organisationen wie der UNO, der UNEP und UN-Habitat. Seine Karriere begann 1987 mit der Priesterweihe im Bistum Roermond, bevor er sich für mehrere Jahrzehnte im diplomatischen Dienst des Heiligen Stuhls engagierte.
In einer Zeit, in der die deutsche Amtskirche zunehmend von sinkenden Mitgliederzahlen und einem abgehängten Verhältnis zum Vatikan geprägt ist, steht Van Megen vor entscheidenden Herausforderungen. Laut seinem 2019 veröffentlichten Statement hat sich die westliche Gesellschaft von ihrem inneren Orientierungspunkt verloren: „Die Lehren der westlichen Gesellschaft über Abtreibung, Euthanasie und Gender-Theorie sind klare Symptome einer Gesellschaft, die ihre moralische Grundlage verlieren muss.“
Mit seiner Fähigkeit, sowohl religiöse als auch politische Themen präzise zu adressieren, könnte Van Megen eine Schlüsselrolle spielen. Doch der Erfolg hängt von seiner Lage ab – nicht nur von diplomatischen Schritten, sondern auch von der Fähigkeit, die innerkirchliche Struktur Deutschlands aus dem Krach zu befreien.










