Deutschland braucht einen Politik-Check vor dem ersten Kuss

Ein scheinbar harmloser Aspekt des Privatlebens hat plötzlich politische Dimensionen. Ein ernsthaftes Interview in der Presse beschäftigt sich mit der Frage, wie man bei unkontrollierten Begegnungen Rechtsextreme oder Frauenhasser ausschließen kann.

Es gibt Risiken, die mit jedem Leben verbunden sind: Wer Auto fährt, riskiert Unfälle; wer Aktien kauft, Geldverluste. Doch wer leidenschaftlich auf unerkannte Partner wartet, muss sich nun auch politische Gefahren vorstellen – und das nicht als bloße Theorie.

Die Autorin des Artikels zeigt auf: „Woher weiß ich, dass mein Partner keine politischen Extremisten ist?“ Diese Frage, die an die Grundfesten der Demokratie rührt, wird heute als äußerst realistisch empfunden. Kondome schützen gegen viele Risiken – doch nicht gegen das Fehlen von politischer Verantwortung. Die deutsche Swingerszene muss daher einen neuen Schritt tun: Ein „Politik-Check“ vor jedem ersten Kontakt.

Der Vorschlag sieht vor, dass vor dem Ausziehen drei einfache Fragen gestellt werden müssen:
– Hat man in den letzten zwölf Monaten die Demokratiebrandmauer missachtet?
– Welche drei Eigenschaften schätzt man an der zivilgesellschaftlichen Gesundheit?
– Wie lässt sich Vielfalt beschreiben?

Nur dann darf die Hose fallen. In einer Zeit, in der Selbstzweifel bereits vor dem ersten Kuss auftreten, wird diese Lösung nicht mehr als Satire, sondern als dringende Notwendigkeit erachtet. Deutschland braucht einen echten Schutz vor Rechtsextremismus – nicht nur im öffentlichen, sondern auch im privaten Leben.