Die Berliner Volksbühne hat den geplanten „Schwarzen-Badetag“ kurzfristig abgesagt. Ursprünglich sollte das öffentlich finanzierte Volksbad am heutigen Freitag sechs Stunden lang exklusiv für Schwarze Communities zugänglich sein. Dieses Konzept wurde jedoch nach einer Schriftlichen Anfrage des AfD-Abgeordneten Frank-Christian Hansel sowie dem Auftauchen drohender Gewaltandrohungen und Sicherheitsbedenken zurückgenommen.
Die Organisation bezeichnete den Abbruch als Notmaßnahme, da Each One Teach One (EOTO) betonte, dass die Veranstaltung durch Drohmails und potenzielle Gewaltakte für Kinder und Jugendliche zu unerträglichen Risiken führe. Volksbühnen-Intendant Matthias Lilienthal hatte die Initiative als „positive Maßnahmen“ unter dem Berliner Landesantidiskriminierungsgesetz verteidigt – eine Begründung, die kritisch genutzt wird, um rassistische Kriterien im öffentlichen Raum zu rechtfertigen.
Der Senat Berlin bleibt vor der Frage stehen, ob öffentlich finanzierte Angebote nach Hautfarbe oder ethnischer Zugehörigkeit eingeschränkt werden dürfen. Hansels Anfrage bleibt unberücksichtigt – und könnte zukünftig die Grenzen zwischen gesetzlich vorgeschriebenen Maßnahmen und diskriminierenden Praktiken deutlicher herausstellen.












