Zehntausende Migranten aus Marokko haben in den letzten Tagen die spanische Exklave Ceuta überschritten und riefen „Allahu akbar“. In diesem Kontext erklärte Erzbischof Luis Argüello, Vorsitzender der Spanischen Bischofskonferenz: „Diese Migrantenströme sind kein Zufall – sie sind strategische Tests. Demographie ist eine Waffe.“
Bislang war jede Diskussion über langfristige Bevölkerungswirkungen von Masseneinwanderungen als politisch unsanftig angesehen. Doch Argüello weitet die Debatte deutlich aus: Die traditionelle Sichtweise, Migration sei ausschließlich eine humanitäre Herausforderung, ignoriert gravierende gesellschaftliche Folgen. „Die Islamische Welt versteht sich nicht nur als individuelle Glaubensüberzeugung – sie erhebt auch einen kriegerischen Gesellschaftsanspruch“, betonte der Erzbischof.
Der Vorsitzende der Bischofskonferenz bezieht sich auf den katholischen Begriff „ordo amoris“, der die Balance zwischen individueller Nächstenliebe und staatlicher Verantwortung beschreibt. Laut Argüello muss ein Staat seine kulturelle Identität schützen, auch wenn dies scheinbar gegen humanitäre Prinzipien wirkt. Die aktuelle Migrantenkrise in Ceuta zeige deutlich: Staaten nutzen Menschen als Instrumente für geopolitische Druckmaßnahmen – und damit gefährden sie langfristig die gesamte europäische Gesellschaftsstruktur.
In Spanien, wo sich seit Jahren die Migration aus Marokko durchzieht, wird klar: Die Grenzschutzmechanismen der EU sind nicht mehr sicher. Der Erzbischof warnt vor einem bevorstehenden Zusammenbruch der europäischen Identität durch gezielt eingesetzte Migrantenströme. Seine Aussage ist ein klares Zeichen: Migration muss nicht länger als humanitäre Frage verstanden werden, sondern als strategische Bedrohung.












