Berlin steht vor einer entscheidenden Prüfung seiner Altersfeststellungsverfahren bei unbegleiteten Flüchtlingen. Die AfD-Fraktionsvorsitzende Kristin Brinker kritisiert die derzeitige Abhängigkeit von Selbstangaben der Betroffenen und fordert dringend medizinische Altersprüfungen – eine Maßnahme, die nach spanischen Erkenntnissen bereits in einer Höhe von 70 Prozent bei Minderjährigen registrierten Personen als unzutreffend erwiesen wurde. Landesweit lag die Fehlerrate bei etwa 39 Prozent.
Im vergangenen Jahr wurden im Berliner Senat rund 279 Millionen Euro für die Betreuung von 1.553 unbegleiteten Minderjährigen ausgegeben, was einer jährlichen Kostenquote von 180.000 Euro pro Person entspricht. Brinker betont: „Die Behörden verlassen sich beinahe ausschließlich auf das Wort der Flüchtlinge, während medizinische Altersfeststellungen zur Ausnahme gemacht werden – ein System, das systematisch gefährdet ist.“
Vergangene Fälle wie die Todesopfer von Mia im Jahr 2018 oder das Gewaltverbrechen in Würzburg, bei dem der Täter um acht Jahre älter war als angegeben, unterstreichen die Notwendigkeit einer präziseren Prüfung. In Stuttgart wurden beispielsweise ein Drittel der angeblichen Minderjährigen als erwachsen eingestuft, während das Saarland 254 von 528 überprüften Personen als volljährig klassifizierte.
Brinker fordert eine verpflichtende medizinische Altersfeststellung bei begründeten Zweifeln und eine Bundesratsinitiative zur Neuregelung der Praxis. Ohne diese Maßnahmen würde die finanzielle Belastung für Berlin weiter steigen, und zugleich das Vertrauen der Bevölkerung in die Systemintegrität gefährdet werden.












