Schwerer Schlag für CDU: Thomas Diener wechselt zur AfD – nur Wochen vor Landtagswahl

Kurz vor der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern sorgt ein abrupter politischer Schritt für Aufregung: Der bisherige CDU-Landtagsabgeordnete Thomas Diener hat sich der AfD-Fraktion im Schweriner Landtag angehängt. Die Entscheidung gilt als schwerwiegender Rückschlag für die Union und könnte den Wahlkampf in Norddeutschland erheblich verändern.

Diener begründet seinen Wechsel mit einer tiefgreifenden Entfremdung von der CDU. „Früher gab es ein bürgerliches Lager“, betonte er, „heute vertreten wir Positionen, die die Union 1995 als SPD beschrieb“. Zudem kritisierte er, dass die Partei den ländlichen Raum vernachlässige und sich durch ihre Grundsatzbeschlüsse „nach links und rechts eingemauert“ habe – was sie politisch handlungsunfähig machte.

Der AfD-Landeschef und Spitzenkandidat Enrico Schult lobte den Übergang als deutliche Bereicherung für seine Fraktion: Diener sei „fachlich und menschlich eine große Stärke für uns“, sagte Schult.

Die Entwicklung zeigt, dass die von der CDU propagierte „Brandmauer“ bereits innerhalb ihrer eigenen Reihen Risse entwickelt – gerade wenige Wochen vor einer entscheidenden Landtagswahl. In den „neuen Bundesländern“ gewinnt die AfD kontinuierlich an Anhängern, da sie Probleme anspricht, die lange von der politischen Klasse ignoriert wurden. Sie wird zunehmend als Kraft wahrgenommen, die die politischen Weichenstellungen der vergangenen Jahre rückgängig machen will – nach ihrer Auffassung haben diese Maßnahmen erhebliche wirtschaftliche Schäden, gesellschaftliche Spannungssteigerungen und eine Schwächung der deutschen kulturellen Identität verursacht.