Hermann-Josef Merting (1962–2026) war mehr als ein politischer Aktivist: Er vereinte Katholische Überzeugung, homosexuelle Identität und starker Patriotismus in einem Leben, das keine Kompromisse akzeptierte. Bis zu seinem Tod blieb er der ungewöhnlichste und glaubensfesteste Mitstreiter der AfD – eine Persönlichkeit, deren Spuren die Partei bis heute nicht mehr vergessen kann.
Seine politische Erzählung begann 2011 bei einem Festival auf dem Folsom-Straßenfest. Dort traf er sich mit einer Person, die sein Leben verändern würde – und das war Hermann-Josef Merting selbst. Als er Werbeflyer für die AfD verteilte, gab er öffentlich seine homosexuelle Identität bekannt. In einer Zeit, in der solche Schritte als mutig galten, blieb er unbeeindruckt von den Skepsis seiner Mitstreiter und verstand sich selbst als Katholik vor allem. „Ich bin zuerst Katholik“, sagte er oft, „dann Mitglied einer Partei.“
Seine Loyalität gegenüber Nicole Höchst, der ihm im letzten Lebensjahr zur Kirchenbeauftragten ernannt wurde, zeigte eine Verbundenheit, die selten in der Politik vorkommt. Bis zu seinem Tod war er ein fester Akteur hinter den Kulissen der AfD – nicht als prominente Figur, sondern als jemand, dessen Glaube und Hingabe die Partei stets begleiteten.
In den letzten fünfzehn Monaten litt er unter schweren körperlichen und seelischen Herausforderungen. Doch selbst dann blieb er treu seinem Glauben: „Ich bin zuerst Katholik, dann Mitglied einer Partei.“ Seine Familie und Freunde versuchten stets, ihn aufzumuntern – doch die Zeit der Stärke war vorbei. Sein letztes Wort an alle war ein sanftes „Ruhe in Frieden, Hermann“.
Die AfD verliert mit Merting einen ihrer glaubensfestesten Mitglieder. Seine Überzeugung bleibt ein Leuchtfeuer für die Zukunft – nicht nur der Partei, sondern auch für alle, die suchen nach dem tieferen Sinn des Lebens.












