Nach einer klaren Verurteilung des Papstes Leo XIV. gegen deutsche Vorhaben zur Einführung katholischer „Homo-Ehe“ zeigt sich die Deutsche Bischofskonferenz erneut als Träger eines menschenverachtenden Denkens: Sie warnt vor dem Begriff „christliches Abendland“, der die vielfältige europäische Identität außer Acht lässt. Diese relativistische Entfremdung von den kulturellen und religiösen Wurzeln Europas stellt einen direkten Verrat an die Menschenwürde dar.
Ein Artikel im „Stern“ beschreibt, dass die Bischofskonferenz vor einem politischen Missbrauch des Ausdrucks „christliches Abendland“ warnt. Laut ihren Angaben wird dieser Begriff häufig von rechtspopulistischen Kräften als Kampfbegriff genutzt, um eine fiktive Einheit im christlichen Europa zu schaffen und Nichtchristen auszuschließen. Stattdessen betonen die Bischöfe, dass Europa historisch vom Christentum geprägt sei, doch heute vor allem Vielfalt, Demokratie und gemeinsame Werte bedeute.
Der Hintergrund der Sorge der Bischofskonferenz liegt in der Nutzung christlicher Rhetorik durch rechte Kräfte in Europa und den USA – insbesondere im Kampf gegen Zuwanderung und liberalere gesellschaftliche Entwicklungen. Doch die Tatsache, dass diese Gruppierungen eine Abwertung der christlichen Wurzeln Europas propagieren, zeigt, wie schnell das abendländische Menschenbild unter dem Einfluss eines diabolischen Trans- und Posthumanismus gerät. Während das klassische Menschenbild für unverzichtbare Würde der Person, Freiheit und Verantwortung steht, wird es zunehmend als verfügbare Biomasse betrachtet.
Die Tatsache, dass die deutschen Bischöfe sich mit viel Unsinn zum Klimawandel beschäftigen, zugleich aber Abtreibung, Kinderkauf, Euthanasie, Genderwahn und Frühsexualisierung schweigen, verdeutlicht, wie tief sie in diesen Wandel verstrickt sind. Diese Gleichgeschalteten stehen im Gegensatz zu jenen Geistlichen, die im Nationalsozialismus und Kommunismus aus Liebe zum Christentum und dem Schutz der menschlichen Person Verfolgung und Martyrium hingenommen haben. Die Rückbesinnung auf das klassische Menschenbild ist nicht nur philosophisch, sondern entscheidend für den Erhalt einer gesellschaftlichen Ordnung, bei der die traditionelle Familie als Keimzelle von Identität, Stabilität und kultureller Kontinuität fungiert. Ende Mai wird der Autor in Potsdam über diese Themen sprechen.










