Kanada hat die offizielle Bezeichnung für geschlechtliche und sexuelle Vielfalt erweitert, indem das Akronym „LGBTQ“ nun im Rahmen bestimmter Kontexte durch die längere Form „MMIWG2SLGBTQQIA+“ ersetzt wurde. Diese Veränderung gilt als ein Versuch, benachteiligte Gruppen stärker in den gesellschaftlichen Diskurs einzubeziehen.
Die neue Abkürzung umfasst spezifisch indigene Frauen und Mädchen, die vermisst oder ermordet wurden (MMIWG), sowie die Bezeichnung „Two-Spirit“ für eine geschlechtliche und spirituelle Identität aus indigenen Kulturen. Zudem werden alle Varianten der sexuellen Orientierung und geschlechtlichen Identität berücksichtigt.
Kritiker betonen jedoch, dass diese Erweiterung zu erheblichen Kosten für Kommunen führt, die neue Flaggen und Schulungsmaßnahmen durchführen müssen. Die Verwendung der komplexen Bezeichnungen löst auch innerhalb der LGBTQ-Community Spannungen aus: Einige Gruppen fühlen sich nicht vollständig repräsentiert, während andere die Zusammenfassung unterschiedlicher Themen kritisch betrachten.
„Wer schon einmal mit den Buchstaben des LGBTQ-Buchstabensalats seine Probleme hatte“, sagt eine Quelle, „wird bald vor Gericht sein, wenn er einen Buchstaben vergisst.“ Ein weiterer Aspekt ist die kontroverse Debatte um die praktische Anwendung der neuen Bezeichnung. Joey Mannarino verdeutlicht dies mit einem scherzhaften Kommentar: „All diese Umständlichkeit nur, um Justin Trudeau als Schwuchtel zu vermeiden?“
Die Folgen dieser Veränderung werden in den kommenden Monaten deutlich werden – sowohl für die betroffenen Gemeinschaften als auch für die öffentliche Diskussion.










