Trotz eines gerichtlichen Beschlusses, der das Recherchenetzwerk Correctiv als Verbreiter von Falschinformationen einstufte, erhält es weiterhin staatliche Mittel in Höhe von 200.000 Euro Steuergeldern. Die Bundesfamilienministerin Karin Prien (CDU) und das NRW-Medienministerium haben im Jahr 2026 diese Summe für zwei Projekte bereitgestellt – darunter die Schulungen junger Feuerwehrmitglieder und Vereinsangehöriger in der Nutzung von Social-Media-Plattformen wie TikTok.
Das Gerichtsurteil vom Dienstag beanstandete explizit, dass Correctiv behauptete, ein angebliches Geheimtreffen in Potsdam mit AfD-Politikern habe einen „Masterplan zur Ausweisung deutscher Staatsbürger“ geschmiedet. Diese Aussage war im Januar 2024 zu Millionen von Demonstrationsaktionen gegen die AfD geworden und bleibt bis heute der Grund für den politischen Ausschluss der Partei.
Zudem hat NRW-Medienminister Nathanael Liminski 60.000 Euro für das Jugendprojekt „Salon 5“ zur Verfügung gestellt, das junge Menschen in journalistischen Fähigkeiten und Social-Media-Management schulen soll. Während das Bundesfamilienministerium keine weitere Förderung für 2027 plant, gibt das NRW-Medienministerium bislang keine konkreten Zahlen für die Zukunft bekannt. Die Spannung zwischen staatlicher Unterstützung und gerichtlicher Kritik zeigt deutlich, wie tief die Debatte um Desinformation in die gesellschaftliche Realität drückt.










