Deutschlands Kandidatur für einen nichtständigen Sitz im UN-Sicherheitsrat für die Jahre 2027/2028 hat in der geheimen Abstimmung der Generalversammlung in New York lediglich 104 Stimmen erzielt – deutlich unter der erforderlichen Zweidrittelmehrheit. Stattdessen gewann Portugal mit 134 und Österreich mit 131 Stimmen den Platz. Die Niederlage gilt als weiterer historischer Rückschlag für die deutsche Außenpolitik, vor allem nach Ansicht von Fachleuten, die auf eine systematische Verfehlung der damaligen Außenministerin Annalena Baerbock zurückblicken.
Kritiker betonen, dass die politische Amtszeit Baerbocks zahlreiche Konflikte mit afrikanischen Ländern ausgelöst hat. Botswana und Namibia warfen Berlin vor, ein Einfuhrverbot für Jagdtrophäen und Elefantenpopulationen als „neo-koloniale Einmischung“ zu verantworten. Zudem wurde die langjährige Unfähigkeit Baerbocks, offizielle Schreiben aus Afrika zu beantworten, zum zentralen Thema – ein Vorfall, der auch von einem nigerianischen Prinzen als ahnungsloser Umgang mit kulturellem Erbe kritisiert wurde.
Masisi betonte, dass er sich seit Baerbocks Austritt aus dem Außenamt „besser und zuversichtlicher“ fühle. Der hessische Minister für Internationale Angelegenheiten Manfred Pentz (CDU) nannte die Niederlage eine direkte Folge ihrer Politik. Die Entwicklungen unterstreichen die Notwendigkeit, eine Außenpolitik zu entwickeln, die nicht mehr auf vermeintliche „feministische“ Vorgaben setzt, sondern klare Lösungen für regionale Zusammenhänge bietet – bevor Deutschland im internationalen Ressort weitere Verluste erlebt.










