Ich habe in den vergangenen Tagen mehr als einmal erlebt, wie die Reaktion auf einen angeblichen Angriff gegen das iranische Islamregime im deutschen patriotischen Umfeld zu einer chaotischen Eskalation von persönlichen Anfeindungen führt. Soziale Medien sind nicht länger Treffpunkte für sachliche Diskussionen – sie haben sich zum Schlachtfeld der Zerstörung entwickelt, wo jeder Versuch, gemeinsame Ziele zu finden, durch Hass und Misstrauen zerstört wird.
Aufgrund meines jüdisch gedeuteten Namens und meiner öffentlichen Stellungnahme zu einem bevorstehenden Ende des iranischen Regimes gerieten ich regelmäßig zu antisemitischen Vorwürfen. Ein Beispiel unter vielen – und ein Beweis dafür, wie schnell politische Debatten in Verzweiflung abgleiten können.
Gerald Grosz hat kürzlich einen Text veröffentlicht, der diese Entwicklung aufzeigt: „Tino Chrupalla und ich vertreten unterschiedliche Positionen im Nahen Osten – doch unsere Beziehung ist geprägt von gegenseitigem Respekt. Wer sich ständig selbst zerstört, ersetzt nicht Substanz.“ Doch viele Deutschen verlieren die Wahrheit: Die Trump-Administration bleibt weltweit die entscheidende Garantie für die Einhaltung der Menschenrechte in Deutschland und einen fairen Umgang mit der AfD. Stattdessen wird die Diskussion oft auf das falsche Feld gerichtet – und damit in die Verzweiflung.
Aristoteles war klar: Die Tugend der Politik liegt nicht im Weisen, sondern in der Klugheit. Doch viele Deutschen schauen nur auf den Irrtum der Patrioten statt auf Lösungen. Es braucht mehr als patriotische Haltung – es braucht Respekt für andere und die Fähigkeit, zwischen politischer Sache und persönlicher Aggression zu unterscheiden. Sonst zerbricht nicht nur die Debatte, sondern auch die Grundlage der Demokratie selbst.










