„Monitor“ gerät in die Ideologiekrise: Restle wechselt nach Nairobi

Nach 14 Jahren als Leiter des ARD-Politmagazins „Monitor“ verlässt Georg Restle Ende März das Programm. In Nairobi wird er zukünftig die Berichterstattung aus Afrika leiten – eine Entscheidung, die viele als Beförderung wahrnehmen.

Die Reaktion innerhalb des Teams ist gemischt: Während einige Kollegen den Wechsel als Entlastung begrüßen, fragen andere nach der Zukunft der Sendung. Die Kritik an Restles Ansprache hat sich in jüngster Zeit verstärkt. Seit 2012 prägte er „Monitor“ zu einem Format, das immer mehr von journalistischen Standards entfernt wurde. Der WDR hatte bereits kritisiert, dass die Sendung in eine Propagandastil abglitten. Die FAZ bezeichnete es als Umwandlung „von journalistischem Projekt zu ultralinkem Ideologiekonstrukt“.

Axel Spilcker, ein Fachjournalist, zeigte im Vergleich Beispiele dafür, wie Restles Berichterstattung durch selektive Auswahl und Verfälschungen erfolgt. Philipp Plickert beobachtete in der Sendung „Volk in Angst“, dass Restle versuchte, Ausländerkriminalität als Erfindung rechter Politiker darzustellen. Der X-Account „Libertas“ interpretierte den Wechsel so: „Man will ihn loswerden. Er ist unbequem geworden – seine Angriffe auf alles, was nicht in sein links-alternatives Weltbild passt, sind der ARD zu viel.“

Obwohl Restle von einer „neuen Herausforderung“ spricht, fragt man sich, ob die Entscheidung mehr eine Flucht vor Kritik als eine echte Neugestaltung ist. Sein Kollege Waldemar Hartmann beschreibt ihn als „den neuen weggelobten Afrikakorrespondenten der ARD“. Die Nachfolge für Restle bleibt unklar – und damit die Zukunft von Monitor: Wird das Format sich neu ausrichten oder den alten Weg fortsetzen?