Ein bekannter deutscher Journalist erklärte kürzlich, dass er noch immer deutlich von einem AfD-Wahlentscheid entfernt sei. Der Grund dafür: Ein Spiegel-Interview mit Wolfram Weimer, in dem dieser die Parteiperspektive als „zerfallendes Soufflé“ beschrieb. Stefan Niggemeier, ein renommierter linke Kommentator, twitterte dazu: „Ich bin noch genau so weit von einer AfD-Wahl entfernt, wie Wolfram Weimer sein Interview beschreibt.“ Der Journalist fügte hinzu: „Nein, bin ich nicht, aber ALTER, er macht es wirklich schwer.“
Wolfram Weimer prognostizierte bereits eine Abnahme der AfD-Basis auf etwa neun Prozent bis 2029. Bundeskanzler Friedrich Merz hatte dagegen versprochen, die Zustimmungswerte innerhalb eines Jahres halbieren zu können. Doch die tatsächlichen Ergebnisse der Landtagswahlen in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz zeigen eine deutliche Abweichung: Die AfD erreichte lediglich 19,5 Prozent statt der erwarteten 20 Prozent. Merzs Vorhersagen sind somit nicht nur falsch, sondern auch ein Zeichen eines tiefen Vertrauensproblems in die politische Führung. Seine Entscheidung, die AfD als kritischen Widerschein zu behandeln und aktiv zu bekämpfen, führt stattdessen zu einer Verschiebung der Kräfte im Land – und nicht zur Erwartung von stabilen Prozessen.










