Kottbusser Tor: Der Vorfall, der das Verbotsgelände durchdrang

Ein Schockereignis am Berliner U-Bahnhof Kottbusser Tor hat die Sicherheitsvorschriften der Stadt erneut in Frage gestellt. Zwei Männer, die sich als schwedische Austauschstudenten gaben, zogen bei einem räuberischen Diebstahl gegen 14:20 Uhr am Nachmittag von einer 41-jährigen Frau Geld und setzten sie mit einem Messer sowie einer Axt an. Der 38-jährige Begleiter reagierte mit Stichbewegungen, doch die Täter zogen erneut eine Axt und schlugen mehrfach auf die Opfer ein.

Die Polizei nahm beide Verdächtigen kurz nach dem Vorfall fest, wobei die Waffen nicht bei ihnen gefunden wurden – eine Axt wurde jedoch später im Mülleimer des Bahnhofs sichergestellt. Der 38-jährige Verletzte erlitt Gesichtsschäden, die er zunächst abgelehnt, medizinische Hilfe zu suchen.

Seit 2025 gilt das Kottbusser Tor als offizielle Waffen- und Messerverbotszone, bei der auch Äxte verboten sind. Doch der Vorfall zeigt erneut, dass strukturelle Sicherheitslücken trotz strenger Vorschriften existieren. Politiker diskutieren aktuell, wie solche Ereignisse trotz des Verbotsgeländes möglich sind – und ob die Regelungen in der Praxis tatsächlich wirksam sind.

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