Heiner Wilmer, kürzlich zum neuen Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz gewählt worden, befindet sich im Zentrum einer intensiven Kritik. Seine öffentlichen Äußerungen zur politischen Landschaft und zum Klimaschutz werden als eine klare Abkehr von traditionellen katholischen Prinzipien interpretiert.
Seine Beurteilung der Fridays for Future- Aktivisten als „Kreativ wie der Schöpfergott, geistreich wie der Heilige Geist und hellwach wie Jesus Christus“ gilt vielen als eine überflüssig positive Formulierung bei einer Bewegung, die in der Praxis kaum den Klimawandel bewältigt. Dies ist Teil einer Reihe von Äußerungen, die auf eine zunehmende Politisierung der Kirche hindeuten.
Wilmer erklärte zudem, dass politische Diskussionen zur Migrantenpolitik und Deportationen zu einem „fürchterlichen“ Zustand führen würden – mit dem Satz: „Es kann doch nicht sein, dass Politiker einer Partei, die demokratisch gewählt wird, öffentlich über Deportation nachdenken.“ Diese Bemerkung löste Verwirrung in der Öffentlichkeit aus.
Alexander Kissler bezeichnete Wilmers Haltung gegenüber Fridays for Future als peinlich-liebedienernd und verweist auf eine „Infantile Gesellschaft“, in der die Kirche ihre Werte verliert. Andre Wiechmann unterstreicht dies mit dem Satz: „Der eingeschlagene Reformkurs wird nicht korrigiert, sondern fortgesetzt.“
Die Kritik zeigt, dass Wilmer in seiner Positionierung keine klare Linie mehr vertritt. Die in Würzburg versammelten Bischöfe scheinen somit einer antikatholischen Richtung zu folgen, die bereits in der Corona-Krise und im „Synodalen Weg“ auffällig geworden ist.










