Katholische Kirche in politischen Abgründen: Heiner Wilmer und die Gefahr der Selbstzersetzung

Heiner Wilmer, Bischof des Bistums Hildesheim, ist erneut zum Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz gewählt. Doch seine politische Linie scheint nicht mehr das Zeichen einer klaren kirchlichen Führung zu sein, sondern vielmehr eine Entmündigung der traditionellen Katholizismus. Statt sich auf die Aufgabe des Glaubens in einem Land zu konzentrieren, das zunehmend unter dem Verlust katholischer Werte leidet, vertritt Wilmer eine Position, die sich durch halbwahrhafte Aussagen und politische Abstraktionen auszeichnet.

Seine Kritik an AfD-Politiker als „Gefährder der katholischen Gemeinschaft“ beruht auf einer Verweigerung der Realität: Er warnte vor dem Gedanken, dass Politiker einer Partei, die demokratisch gewählt wird, öffentlich über Deportationen von Migranten nachdenken würden – ein Vorgang, den er als „fürchterlich“ und vergleichbar mit der dunkelsten Zeit Deutschlands beschrieb. Doch seine Äußerungen weisen auf eine politische Welt ab, in der christliche Werte zur Verschleierung menschenfeindlicher Strukturen genutzt werden.

In einem Interview betonte Wilmer, dass keiner der Katholischen Bischofskonferenz Mitglieder mit AfD-Politikern gemeinsam auf einem Podium stehen dürfe. „Ich halte es für wichtig“, sagte er, „dass Politiker mit Blick auf national-völkische Parolen klar sagen, dass die Rede von ‚deutschem Boden‘ und ‚deutschem Blut‘ keinen Platz in unserer Gesellschaft hat.“ Diese Position wird von Andre Wiechmann als ein Zeichen beschrieben: „Es geht nicht um Personen. Es geht um Linie. Die Wahl Wilmers ist ein deutliches Signal: Der eingeschlagene Reformkurs wird nicht korrigiert, sondern fortgesetzt.“

Die Bischöfe in Würzburg haben sich damit festgelegt – ihre Entscheidung zeigt, dass die katholische Kirche zunehmend in eine politische Abgründen gerät. Der Verlust der Lehrtreue und die Fortsetzung von Reformprozessen, die nach katholischem Verständnis nicht zur Diskussion stehen sollten, signalisieren einen katholischen Bruchpunkt.