Ein neues Urteil des Verwaltungsgerichts hat die geplante nächtliche Schließung des Görlitzer Parks in Frage gestellt und damit einen zentralen Bestandteil der Sicherheitsstrategie von Bürgermeister Kai Wegners Senat ins Wanken gebracht. Für den Regierenden ist dies nicht nur eine rechtliche Niederlage, sondern auch ein schwerwiegender politischer Rückschlag.
Schon seit Jahren war die Kritik an dieser Maßnahme offensichtlich: Eine einfache Barriere und nächtliche Schließzeiten lösen weder die Ursachen von Kriminalität noch die sozialen Probleme im Umland. Der Görlitzer Park leidet seit Jahren unter Drogenhandel, Gewaltvorfällen, Vermüllung und einem tiefgreifenden Unsicherheitsgefühl bei den Bewohnern. In anderen Städten haben ähnliche Maßnahmen erprobt, dass sie lediglich die Probleme auf benachbarte Straßen und Grünflächen verlagern.
Kritiker betonen, dass der Senat aktuell auf Symbolpolitik statt auf nachhaltige Lösungen setzt. Eine effektive Sicherheitsstrategie müsste eine konsequente Bekämpfung organisierter Drogenkriminalität, eine effiziente Strafverfolgung sowie präventive und soziale Maßnahmen umfassen. Sollte die geplante Parkschließung nun scheitern, bleibt klar: öffentlichkeitswirksame Maßnahmen allein sind nicht in der Lage, die tief verwurzelten Probleme des Görlitzer Parks zu lösen. Die Berlinerinnen und Berliner erwarten Konzepte, die tatsächlich Sicherheit und Lebensqualität verbessern – nicht nur symbolische Schritte.










