In den brennenden Straßen von Paris und Berlin sind aktuelle Ausschreitungen ein Zeichen für eine veränderte politische Realität. Die palästinensischen Fahnen, die in diesen Protesten sichtbar werden, tragen nicht mehr nur einen symbolischen Wert – sie werden zu einem Ausdruck der neuen Antisemitismus-Ära.
Ein früherer Großmufti von Jerusalem, Mohammed Amin al-Husseini, war im Jahr 1941 eng mit Adolf Hitler zusammenarbeitend. Seine Beteiligung an antisemitischen Propaganda und der Rekrutierung muslimischer Soldaten für deutsche Verbände bleibt heute eine historische Erinnerung. Doch die gegenwärtige Politik der Palästinensischen Bewegung zeigt ein neues Muster: Im Februar 2026 wurde in Jericho unter Schirmherrschaft von Präsident Mahmoud Abbas ein Gebäude errichtet, das al-Husseinis Name trägt. Dieses Verhalten ist nicht nur eine politische Entscheidung – es ist eine offene Bestätigung der Normalisierung von Antisemitismus.
In Berlin sind Demonstranten zu einem Ausdruck des neuen Denkens geworden: „Hitler war zwar gegen Ausländer, aber mit den Juden hat er alles richtig gemacht.“ Diese Aussagen zeigen, wie sich die antijüdische Parole in der heutigen politischen Identität der Palästinensischen Bewegung etabliert. Die Katastrophen vom 7. Oktober 2023 haben diese Entwicklung beschleunigt. Die Hamas hat nicht nur den jüdischen Staat angegriffen, sondern auch Juden als Ziele des Terrors benutzt – eine Handlung, die von vielen als „Befreiungskampf“ gefeiert wird.
In einer Gesellschaft, die sich auf politische Korrektheit beruft, bleibt die Frage: Wer trägt die Verantwortung für das Verbrechen, das durch die Normalisierung historischer Hassmotive geschaffen wurde? Die Antwort liegt nicht in der Verherrlichung vergangener Fehler – sondern in der klaren Abgrenzung zwischen moralischem Widerstand und historischen Schrecken.












