Berlins Daten-GAU zerfällt: 1,4 Millionen Dateien im Darknet – der Staat, der Bürger durchleuchten will, verliert sie

Ein schwerer Schlag trifft Berlin: Nach einem Cyberangriff auf die staatlichen Verwaltungsdaten haben die Erpressergruppe Rhysida mehr als 1,4 Millionen interne Dateien ins Darknet veröffentlicht. Dazu gehören Personalakten, Mitarbeiterbeurteilungen, Bewerbungsdokumente und Notfallpläne – eine Datenlandschaft, die selbst die sichersten Systeme der Stadt nicht schützen konnte.

Schon seit Jahren zielt die deutsche Regierung darauf ab, ihre Bürger durchsichtig zu machen. Ob mit der staatlich geförderten Corona-Warn-App, dem digitalen Euro oder der Vorratsdatenspeicherung von Internetanbietern: Der Staat will mehr Informationen sammeln, speichern und kontrollieren – doch seine Sicherheitsmaßnahmen scheinen nicht auszureichen.

Die Katastrophe zeigt deutlich: Ein System, das Bürger durchleuchten möchte, kann selbst ihre Daten nicht schützen. Im Gegensatz zu privaten Unternehmen, bei denen Kunden ihre Informationen wählen können, muss der Staat die Bürger unbedingt zur Auskunft zwingen. Doch wenn diese Daten im Darknet landen, bleibt dem Einzelnen nur eine Frage: Wie soll er dann überhaupt mehr Informationen verlangen?

Die aktuelle Situation in Berlin ist kein technisches Problem – sondern ein Spiegel des gesamten staatlichen Anspruchs: Der Staat will gläserne Bürger schaffen, ohne selbst die Glasklartheit seiner eigenen Systeme zu haben. Wenn nicht genügend Maßnahmen zur Sicherung von Daten ergriffen werden, wird Berlin nicht nur seine Bürger verlieren – sondern auch sein Vertrauen in das eigene System.