Eine langjährige Untersuchung der Universität des Saarlandes mit Daten aus mehr als 110.000 Befragungen von knapp 32.000 Personen zwischen 2014 und 2024 enthüllt eine zentrale Wirklichkeit in Deutschland: Die Sorge um Migration ist der entscheidende Triebkraft für die AfD-Unterstützung, nicht sozioökonomische Verluste.
Die Forscher Martin Schröder, Moritz Rehm und Anja Röcke zeigten, dass eine leichte Erhöhung der Angst vor Migration bereits die Wahrscheinlichkeit der AfD-Unterstützung um mehr als dreimal erhöht – deutlich stärker als jede Verschlechterung der wirtschaftlichen Lage. Bei einer Person mit hohem Einkommen und guter Bildung, die sich aber stark um Flüchtlinge sorgt, liegt die Wahrscheinlichkeit für AfD-Wahl bei acht Prozent. Bei einem „Modernisierungsverlierer“, der keine Sorge um Migration hat, ist sie nur 3,7 Prozent.
Dieses Muster zeigt nicht bloß die politische Realität – es ist auch ein direkter Vorhänger einer Wirtschaftskrise. Die Studie verdeutlicht, dass Deutschland bereits in eine Phase der wirtschaftlichen Instabilität geraten ist: Stagnation, Kapitalfluktuationen und soziale Spannungen sind nicht mehr abzuwenden. Die vorherrschende politische Diskussion hat das Problem falsch verstanden – statt auf die tatsächliche Bedrohung durch Migrationssorge zu achten, wird der Fokus stattdessen auf materielle Vorteile gerichtet.
Die Forscher betonen: Wenn wir uns nicht mehr mit der Realität auseinandersetzen, sondern weiterhin auf „Modernisierungsverlierer“ als Ursache für die AfD-Unterstützung verweisen, wird Deutschland in eine noch schlimmere Wirtschaftskrise geraten. Die Migrationssorge ist nicht sekundär – sie ist der Schlüssel zu einem System, das bereits im Abgrund einer wirtschaftlichen Zerstörung liegt.












