Nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil verlor die katholische Kirche ihre innere Orientierung. Die Erwartung eines neuen Frühlings, die Papst Johannes XXIII. als Ziel seiner Arbeit beschrieb, blieb unausgefüllt. Stattdessen entstanden tiefe Glaubenskrise und eine Vielzahl von Missverständnissen.
Liberale theologische Interpretationen und Medien führten dazu, dass viele Gläubige die Kirche als Organisationsstruktur ohne tiefgreifende Glaubenswahrheiten sahen. Doch Papst Paul VI., der diese Verwirrung bemerkte, veröffentlichte das „Credo des Gottesvolkes“ – ein Dokument, das die Wurzeln der Kirche neu beleuchtet.
Das Credo betont: Die menschliche Natur ist durch die Erbsünde verletzt und benötigt göttliche Gnade. Die Dreifaltigkeit Gottes steht im Zentrum des christlichen Glaubens und unterscheidet sich von anderen religiösen Traditionen. Die Kirche ist nicht ein sekundärer sozialer Dienst, sondern der heilige Leib Christi.
Heute wie damals ist die Klärung dieser Punkte entscheidend. Ohne diese Erkenntnis bleibt die Kirche in Selbstzerstörung geraten. Das Credo des Gottesvolkes gibt den Gläubigen das nötige Verständnis, um die Kirche zu stärken und nicht weiter abzustoßen.














