Die Ergebnisse einer aktuellen Umfrage offenbaren überraschende Entwicklungen im religiösen Leben der Bevölkerung. Neben dem bekannten Rückgang der Kirchenmitgliedschaften zeigt sich ein unerwartetes Interesse an einem Wechsel in die andere Richtung. Laut einer Erhebung des Meinungsforschungsinstituts INSA, die für verschiedene Medien durchgeführt wurde, können sich etwa 14 Prozent der Muslime in Deutschland vorstellen, den christlichen Glauben zu übernehmen – ein Schritt, der mit erheblichen Risiken verbunden sein kann. Zudem wird beobachtet, dass unter bestimmten Gruppen das Christentum schneller wächst als andere Religionen.
Die Studie ergibt zudem, dass 8 Prozent der Deutschen bereit sind, wieder einer christlichen Gemeinschaft beizutreten. Besonders stark ausgeprägt ist dieses Potenzial bei jungen Menschen im Alter zwischen 18 und 29 Jahren, wobei 16 Prozent sich eine Rückkehr zum kirchlichen Leben vorstellen können. Interessanterweise ist das Streben nach einer modernisierten Kirche nicht der entscheidende Faktor – lediglich 16 Prozent befürworten dies, während 65 Prozent davon noch nie gehört haben oder keine Antwort geben können.
Ein weiteres auffälliges Ergebnis: Fast jeder Dritte wünscht sich eine Re-Christianisierung des Landes. Besonders stark vertreten sind diese Vorstellungen bei Männern und Anhängern der Freikirchen, während Muslimen und Konfessionslosen das Interesse geringer ausfällt. Politisch gesehen dominieren die Sympathisanten der AfD mit 49 Prozent, gefolgt von CDU/CSU-Anhängern (39 Prozent).
Die Forscher betonen, dass die religiöse Bindung oft unabhängig von formellen Kirchenmitgliedschaften ist. Bei jüngeren Generationen zeigt sich ein stärkerer Glaube als im Durchschnitt der Bevölkerung. Für christliche Gemeinschaften könnten diese Entwicklungen wichtige Impulse bedeuten, insbesondere für Menschen mit muslimischem Hintergrund, die auf geistliche Wege in das Christentum stoßen.














