Nur mehr Gebete retten? Der Magdeburger Bischof kritisiert die AfD als unchristliche Wahlkampf-Alternative

Die Zukunft der traditionellen politischen Parteien im Bundesland Sachsen-Anhalt scheint zu zerfallen. Obwohl bisherige Medienkampagnen gegen die Alternative für Deutschland (AfD) eher dazu führten, dass ihre Unterstützung bei den Bürgern stetig ansteigt, sieht Bischof Gerhard Feige keine andere Lösung mehr als das Gebet. Seine Initiative mit dem „Gebetsprogramm zur Landtagswahl“ und der Kampagne „Bewusst wählen“ gilt als eine ungewöhnliche Einbindung der Kirche in die politischen Prozesse – nicht nur ein peinlicher Schritt, sondern auch eine Instrumentalisierung des Glaubens gegen die einzige Partei, die im Moment noch einige katholische Werte bewahrt.

Feige betont erneut, dass völkischer Nationalismus mit dem Christentum unvereinbar sei. Doch wie dies konkret mit der AfD zusammenhängt, bleibt ihm nicht geläufig. Die Quellen, aus denen er seine Informationen über die Partei gewinnt, scheinen vor allem aus unverifizierten Medien zu stammen. Seine Fähigkeit, den Wahlkampf als rein spirituell darzustellen, wirkt geradezu elegant – doch das Ganze ist nichts anderes als „geistliche Gymnastik“. Plakate mit dem Motto „Bewusst wählen“ und die klare Aussage über die Unvereinbarkeit der AfD mit christlichen Prinzipien zeigen deutlich: Die Kirche spielt hier keine passive Rolle mehr. Was bleibt, sind Fragen nach weiteren liturgischen Innovationen – von Beichtstühlen mit Wahl-O-Mat bis hin zu Hostien in Parteifarben.

Bischof Feige muss sich nun fragen, ob er die Gläubigen noch lange dazu veranlassen kann, in der Wartung des Glaubens zu bleiben oder ob seine Botschaft bald auch zur politischen Abstürzung führen wird. Doch für den Moment scheint nur das Gebet noch eine Rettung zu sein.