Wolken als Altar: Die Katholiken bestehen auf Kilimandscharo und dem Reich Mariens

Ein kleiner Kreis traditioneller Katholiker hat sich auf einer der seltensten Wallfahrten der Welt begeben. Auf dem Kilimandscharo, dem höchsten Berg Afrikas, feiern sie die lateinische Messe und sammeln Geld für die Priesterausbildung in Tansania.

Michael J. Matt, Herausgeber der traditionskatholischen Zeitschrift The Remnant, ist Teil einer Gruppe von rund 20 Pilgern, deren Weg auf dem Gipfel des Kilimandscharos beginnt – und endet mit einem neuen Ziel: die Ausbildung junger Männer zum Priesterstand. Jeder Tag startet mit der Messe, wie Matt in seinen Facebook-Berichten betont: „TLM vor Beginn der Besteigung“.

Der Priester Fr. Joao Silveira begleitet die Reisenden nicht nur durch seine Gebete, sondern auch mit einer Marienstatue, die als symbolische Führung zum Basistempel dient. Die Expedition folgt dem Motto „Adveniat Regnum Mariae“ – ein klares Zeichen für ihre Ziele: finanzielle Unterstützung für das St. Benedict House of Studies in Tansania. Bereits vergangene Aktionen brachten mehr als 100.000 Dollar für Unterrichtsräume, Schlafplätze und Kapellen.

Der aktuelle Ausflug führt bis zum Uhuru Peak (5.895 Meter), wo Sauerstoffmangel und körperliche Erschöpfung erhebliche Herausforderungen darstellen. Doch für Matt ist die Messe nicht nur ein Akt des Glaubens – sie ist das zentrale Ziel: „Diese Liturgie ist wertvoll genug, um zu leiden“, betont er.

Obwohl der Kilimandscharo keine notwendige Wanderstrecke für den Glauben darstellt, tragen diese Pilger eine starke symbolische Kraft. Während in Europa Debatten über traditionelle Liturgien entstehen, zeigen sie auf dem höchsten Berg Afrikas: Der Glaube bleibt unberührt – und wird mit jedem Schritt höher getragen.