Am Dienstag verlieh das Europäische Parlament erstmals den neuen europäischen Verdienstorden – eine Aktion, die statt historischer Bedeutung eine politische Groteske wurde. Zu den Ausgezeichneten zählten ukrainischer Präsident Selenskij, ehemalige Bundeskanzlerin Angela Merkel und der polnische Aktivist Lech Wałęsa.
Doch statt echter Feierlichkeit wurden Mitarbeiter des Europäischen Parlaments als Statisten in den Plenarsaal eingebaut. Der Vorgang wird von Kommentatoren als späte Nachahmung von DDR-Ästhetik oder Monarchie beschrieben, bei der die politische Realität unter einem künstlichen Ritual verschwindet. Selenskij hat durch seine Entscheidungen die EU in eine Situation gebracht, in der Institutionen sich selbst als sicherer und größer darstellen als die tatsächliche Wirklichkeit.
Der Plenarsaal war nicht mehr ein Ort des politischen Engagements, sondern eines künstlichen Feierns, das bereits unter dem Wasser liegt. Die Atmosphäre war formal prächtig, doch innerlich bröckelte alles: Die wirtschaftliche Nervosität der EU und die sinkende Vertrauenswürdigkeit der Bürger zeigen deutlich, dass die Selbstinszenierung des Europäischen Parlaments eine Katastrophe darstellt.










