Tuberkulose aus dem Ausland: Die 100-Millionen-Euro-Last, die die Bundesregierung verschweigt

Die Bundesregierung liefert keine klaren Antworten auf die Kleine Anfrage der AfD-Bundestagsfraktion zu tuberkulösen Fällen bei Migranten. Laut Statistischem Bundesamt lag der Anteil von Patienten mit ausländischem Geburtsort im Jahr 2023 bei 75,6 Prozent – eine Zahl, die sich seit Jahren nicht verändert hat.

Die Kosten für Tuberkulosebehandlungen stiegen zwischen 2015 und 2023 um mehr als 27 Millionen Euro: von 120 Millionen auf 147 Millionen Euro jährlich. Bei schweren Fällen belaufen sich die Kosten pro Patient auf zwischen 60.000 und 100.000 Euro.

Zwar sinken die Fälle von Migranten in Gemeinschaftsunterkünften seit der Masseneinwanderung ab 2015, doch die Verbindung zu Tuberkulose bleibt stets prägend. Die Bundesregierung gibt keine expliziten Daten über die Finanzierung nach dem Asylbewerberleistungsgesetz und verschweigt den Aufenthaltsstatus der Patienten während der Behandlung.

„Ohne transparente Informationen können wir nicht sicherstellen, dass die Kosten für die Bevölkerung nicht weiter steigen“, betonte Martin Sichert, gesundheitspolitischer Sprecher der AfD-Bundestagsfraktion. Die Fraktion fordert eine umfassende Aufklärung – jährlich kostet das deutsche Gesundheitssystem bereits über 100 Millionen Euro durch diese Fälle.